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20.04.2018

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Aktuelle Artikel
  • 18.04.2018 16:00

    Datenlage spitzt sich zu: Schwache Inflationsdaten aus China

    Aktuell steht ja die geopolitische Lage im Fokus der Medien. Die dramatische Zuspitzung des Stellvertreter-Konflikts der Großmächte in Syrien überschattet derzeit alles. Allein das zeigt schon – abseits möglicher weiterer Handelskonflikte – wie kritisch in diesen Tagen die Rahmenbedingungen für die Weltwirtschaft sind. Der Außenminister der Russischen Föderation warnte die Welt vor den möglichen Folgen einer weiteren Eskalation der Lage. Wörtlich wird er wie folgt von den Agenturen zitiert:

    „Gott bewahre, dass nach den Erfahrungen in Libyen und im Irak in Syrien nicht etwas Abenteuerliches passiert“, mahnte Sergej Lawrow. Selbst kleinste Fehleinschätzungen in Syrien könnten neue Migrationswellen auslösen.

    Schwache Inflationsdaten aus China

    Inmitten dieser bedrohlichen Nachrichten kamen in der vergangenen Woche höchst interessante und brisante Daten aus dem Reich der Mitte, aus China. China wird ja nach wie vor als der Wachstumsmotor der Weltwirtschaft erachtet. Kein Wunder also, dass insbesondere Meldungen von der chinesischen Inflationsfront mit Argusaugen betrachtet werden.

    Am vergangenen Mittwoch meldete jedenfalls das Statistikamt des Riesenreichs der Mitte, dass die Verbraucherpreise im März im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 2,1 Prozent gestiegen seien. Der Preisauftrieb habe sich massiv im Vergleich zum Februar (hier lag der Anstieg bei 2,9 Prozent) abgeschwächt. Und damit wurden die Erwartungen der Experten deutlich verfehlt. Von der Agentur Bloomberg befragte Experten hatten im März nur mit einem Rückgang auf 2,6 Prozent gerechnet.

    Relativ schwache Entwicklung bei den Erzeugerpreisen

    Auch bei den Erzeugerpreisen fiel der Anstieg im März deutlich schwächer als im Vormonat aus. Hier betrug das Plus nur 3,1 Prozent; zum Vergleich, im Februar meldeten die Statistiker noch einen Anstieg in Höhe von 3,7 Prozent. Seit 17 Monaten hat es keinen derart niedrigen Wert mehr gegeben. Und der lag auch noch tiefer als die Konsensschätzung der Ökonomen. Diese hatten nur einen Rückgang auf 3,3 Prozent erwartet.

    Ja, liebe Leser, nichts deutet darauf hin, dass China Inflation in die Welt exportiert. Im Gegenteil. Reuters schrieb, dass die Inflationsdaten ganz klar auf eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums hinweisen würden. Anders formuliert, die Wachstumsbäume scheinen auch in China nicht wirklich immerzu in den Himmel zu wachsen. Wir werden jedenfalls nicht nur die brisante geopolitische Lage weiter genau beobachten, sondern auch die harten Wirtschaftsdaten im Blick haben. Und hier kann klar gesagt werden, dass die von vielen herbeigeredete Gefahr der galoppierenden Inflation alles andere als real ist.

  • 17.04.2018 12:00

    Negative Überraschungen aus der Eurozone

    Aus deutschen Landen kamen ja in den vergangenen Wochen relativ schwache Daten. Wir berichteten ja mehrmals von enttäuschenden Zahlen vom Einzelhandel, einer schwachen Industrieproduktion und vergleichsweise schlechten Auftragseingängen des verarbeitenden Gewerbes.

    Selbst die Dauer-Optimisten sprechen mittlerweile von einer deutlichen konjunkturellen Verlangsamung. Grund-Tenor bleibt aber nach wie vor, dass der Aufschwung vollauf intakt sei. Das betrifft im übrigen diesem Narrativ folgend auch die gesamte Eurozone. Ob dem aber wirklich nach wie vor so ist?!

    Schwache Industrieproduktion ist erst der Anfang

    Fakt ist nämlich, dass die jüngsten Daten aus der Eurozone alles andere als positiv ausfielen. Ganz im Gegenteil. Die Serie an negativen konjunkturellen Überraschungen hält auch in der Eurozone an. Völlig überraschend – zumindest für die Mehrheit der Beobachter – vermeldete am vergangenen Donnerstag das Statistikamt Eurostat, dass die Industrie in der Eurozone die Produktion im Februar überraschend stark zurückgefahren hat.

    Die Industrieunternehmen des Währungsraums haben ihre Produktion im Monatsvergleich um 0,8 Prozent zurückgefahren, so Statistikamt Eurostat mit Sitz in Luxemburg. Den dritten Monat in Folge ging es nun also schon bergab mit der Fertigung.

    Das war allen voran in den großen Volkswirtschaften der Fall; aber nicht nur dort, denn vor allem in den baltischen Staaten Estland und Litauen sowie in Malta und Portugal wurde im Monatsvergleich deutlich weniger produziert. Die von den Agenturen vorab befragten Volkswirte wurden damit auf dem völlig falschen Fuß erwischt.

    Von Reuters befragte Ökonomen hatten nämlich mit einem Plus von 0,1% gerechnet. Besonders pikant und auffällig ist ferner, dass es insbesondere bei Investitionsgütern,  also bei Maschinen und Anlagen, die als enorm wichtiger Gradmesser für die Konjunktur gelten, einen scharfen Rückgang von 3,6% gab. Das ist schon mehr als nur beachtlich.

    Ja, liebe Leser, Reuters berichtet weiter, dass die jüngsten Konjunkturdaten aus Europa allesamt relativ ernüchternd ausfielen. Wie in deutschen Landen laufen die Geschäfte der Einzelhändler alles andere als berauschend. Aus einer Umfrage des Instituts IHS Markit geht weiter hervor, dass die Wirtschaft im europäischen Währungsraum zudem im März weiter an Schwung verloren habe.

    Unter dem Strich ist es also mit dem oftmals propagierten Super-Boom in Europa nicht mehr weit her. Im Gegenteil, kaum jemand, ja fast niemand mag schon jetzt von der kommenden Krise, ja Rezession reden. Möglicherweise sind wir dieser schon viel näher, als es die meisten vermuten. Sorgen wir also vor und lassen uns bloß nicht wie die Ökonomen grob auf dem falschen Fuß erwischen…

  • 13.04.2018 10:15

    Immobilienblase: Immobilienkäufe steigen 2017 erneut um 9 Prozent an

    Die Blase am deutschen Immobilienmarkt bläht sich immer weiter auf. Das zeigen auch aktuelle Daten zum Verkaufsvolumen. Nach Angaben des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte wechselten letztes Jahr in Deutschland Immobilien im Wert von 250 Milliarden Euro den Besitzer.

    Das waren ganze 9 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Das Angebot sei knapp und angesichts von Niedrigzinsen setzten Anleger immer mehr auf Immobilien als gewinnbringende Anlage. Sorgen vor einem Kollaps seien jedoch nach Ansicht der Gutachter unbegründet.

    Das sehe ich allerdings völlig anders: Wenn die Preise für Immobilien immer weiter nach oben gehen und damit auch die Umsätze ständig zunehmen, dann handelt es sich um eine Blase. Diese erkennt man meiner Ansicht nach am besten daran, wenn ein Anlageobjekt schneller im Preis steigt als die reale Wirtschaft und vor allem die Löhne wachsen.

    Denn wenn die verfügbaren Netto-Löhne stagnieren, aber die Immobilienpreise explodieren, führt das zwangsläufig dazu, dass sich immer weniger Menschen ein Wohnobjekt leisten können. Solch eine Entwicklung kollabiert zwangsläufig früher oder später.

    In der nächsten Finanzkrise sind Immobilienbesitzer besonders betroffen

    Wenn es zu einer neuen Finanzkrise kommt, werden Immobilieneigentümer mit die größten Verlierer sein. Das war nicht nur in der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre, der Argentinienkrise im Jahr 2001 und der Finanzkrise 2008 so, sondern es wird auch in Zukunft der Fall sein. Denn wenn in einer Krise die Arbeitslosigkeit steigt, dann können immer weniger verschuldete Immobilienbesitzer ihre Kredite tilgen und es kommt zu Zwangsversteigerungen.

    Durch das auf diese Weise steigende Angebot werden die Preise immer weiter nach unten gedrückt. Die jetzt weltweit erneut massiv gestiegenen Immobilienpreise zeigen nur, wie angespannt die Lage schon wieder ist.

    Sie sehen: Immobilien sind alles andere als eine Krisenvorsorge. Vielmehr gehört diese Anlageform in den meisten Krisen zu den größten Verlierern. Zudem sollten Sie auch heute nie dort investieren, wo sich die Masse der Anleger tummelt und sich deshalb eine Blase bildet.

    Für Sie ist es weit besser, dass Sie – abgesehen vom Eigenheim – die Finger von dieser Spekulation lassen und sich lieber mit mobilen und liquiden Werten wie Fremdwährungen und Edelmetallen eindecken. Das bietet Ihnen vor allem die in der Krise so wichtige Flexibilität  -denn mit Immobilien sind Sie gerade nicht flexibel.

  • 11.04.2018 11:30

    Deutsche Konjunktur – Serie negativer Überraschungen hält an

    Allem Anschein nach geht der deutschen Wirtschaft etwas die Luft aus. Von einem Super-Boom kann wahrlich nicht mehr die Rede sein. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein.

    Fakt ist nämlich, dass auch in der Woche nach dem Osterfest negative konjunkturelle Überraschungen ganz oben auf der Agenda standen. Das ist schon beachtlich, zumal in der massenmedialen Berichterstattung immer noch von der vermeintlich ach so robusten Verfassung der deutschen Wirtschaft die Rede ist. Also, schauen wir uns das Ganze etwas genauer an.

    Fehlstart für die Industrie ins Jahr 2018

    Zum einen meldete das statistische Bundesamt, dass die deutsche Industrie auch im Februar 2018 nur einen relativ schwachen Auftragseingang verbuchen konnte. Vielleicht können Sie sich ja noch daran erinnern, dass schon im Januar der Ordereingang mau ausfiel. Im Januar war der Auftragseingang um 3,5 Prozent gesunken und damit so stark wie seit einem Jahr nicht mehr.

    Im Februar konnte sich der Ordereingang kaum vom kräftigen Minus im Januar erholen. Im Monatsvergleich habe es nur einen Zuwachs um 0,3 Prozent gegeben. Damit wurden die hohen Konsenserwartungen massiv verfehlt. Die diversen Experten hatten ja im Konsens ein Auftragsplus von 1,5 Prozent erwartet.

    Rückläufige Produktion

    Kein Wunder also, dass die deutschen Unternehmen ihre Produktion im Februar so stark wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr gedrosselt haben. Industrie, Bau und Versorger stellten nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums zusammen 1,6 Prozent weniger als im Januar her.

    Das größte Minus seit August 2015 kam für fast alle Beobachter dennoch überraschend; von der Agentur Reuters befragte Ökonomen hatten ein Produktionswachstum von 0,3 Prozent erwartet. Konkret nahm die Industrieproduktion im Februar um zwei Prozent ab. Die Baubranche meldete ein Minus von 2,2 Prozent.

    Ja, liebe Leser, abschließend sei erwähnt, dass die deutschen Einzelhändler im Februar nun schon den dritten Monat in Folge weniger umsetzen konnten. Fakt ist laut statistischem Bundesamt, dass die Umsätze im Februar im Vergleich zum Vormonat preisbereinigt um 0,7 Prozent fielen.

    Im Vorfeld hatten von Reuters befragte Volkswirte mit einem Plus von 0,6 Prozent gerechnet. Interessantes Detail ist hier, dass selbst der Internet- und Versandhandel nur ein Plus von 0,5 Prozent vermelden konnte. Anscheinend wachsen auch in diesem Segment – wie in der gesamten Volkswirtschaft – die Bäume nicht in den Himmel….

  • 10.04.2018 11:00

    Eurokrise – Bankenrettung erhöht italienisches Haushaltsdefizit

    Die Eurokrise, besser gesagt die Schuldenkrise in Europa, ist derzeit ja überhaupt nicht mehr auf der Agenda der Massenmedien. Darauf habe ich ja schon gestern hingewiesen. Ferner fällt auf, dass selbst das große Krisenland im Süden des Kontinents, Italien, nicht mehr wirklich im Fokus der Berichterstattung steht. Ab und an wird derzeit noch über die extrem schwierige politische Konstellation nach den jüngsten Parlamentswahlen berichtet.

    Naja, hier könnte es ja zu einer möglichen Koalition zwischen der eher rechts ausgerichteten Lega mit der europakritischen Fünf-Sterne-Bewegung kommen. Sollte es zu einem solchen Bündnis kommen, wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Eurokrise wieder „aktuell“. Alles zu seiner Zeit eben.

    Hohes Haushaltsdefizit durch Bankenrettung ausgeweitet

    Wie auch immer, nach Ostern war nur als kleine Randnotiz zu lesen, dass es um die Staatsfinanzen Italiens weiter nicht wirklich gutsteht. Das Statistikamt Italiens, Istat, teilte jedenfalls mit, dass das Haushaltsdefizit des italienischen Staats im Jahr 2017 deutlich höher als bisher verkündet ausfiel. Kurzum, das Haushaltsdefizit wurde von 1,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) auf 2,3 Prozent nach oben revidiert. Hintergrund ist insofern, dass die Kosten für die Rettung diverser Krisenbanken bei der ersten Veröffentlichung nicht berücksichtigt wurden. Anders ausgedrückt, das Defizit fiel damit um fast fünf Milliarden Euro höher aus.

    Die Bankenkrise ist in Italien ja nach wie vor ungelöst. Hunderte Milliarden Euro an faulen Krediten schlummern in den Bilanzen der Geldhäuser. Und im letzten Jahr musste der italienische Staat ja massiv mit Stützungsgeldern eingreifen, um den kompletten Untergang einiger Banken in letzter Sekunde abzumildern.

    In dem Kontext sei darauf hingewiesen, dass allein in der Region Venetien zwei Banken mit italienischem Staatsgeld gestützt werden mussten. Und dann war ja da auch noch die älteste Bank der Welt, Monte Paschi di Siena, die vom italienischen Staat gerettet wurde. Das Bankhaus aus der Toskana ist immerhin das drittgrößte Kreditinstitut des Landes. Und nun ist eben der italienische Staat Großaktionär des Geldhauses.

    Italiens Schulden steigen weiter massiv an

    Ja, liebe Leser, unter dem Strich wurde dadurch der ohnehin schon gewaltige Staatsschuldenberg der Italiener nicht kleiner. Im Gegenteil. Mittlerweile sprechen wir hier über eine offen ausgewiesene Verschuldung des Landes in Höhe von sage und schreibe 131,8 Prozent des BIP. Gigantisch hoch, aber wahr. Ein Schelm, wer nun denkt, dass nur die Geldpolitik des Italieners an der Spitze der Euro-Notenbank EZB, Mario Draghi, den italienischen Staatsbankrott abwenden konnte. Zumindest bisher. Wie schon gesagt, die Krise ist nach wie vor nicht gelöst, geschweige denn beendet.

  • 09.04.2018 13:27

    Europa ohne Euro – die Folgen wären heftig

    Die Euro-Krise spielt an den Finanzmärkten keine Rolle mehr. Damit ist sie auch gelöst? Dem ist nicht so. Unter der Oberfläche brodelt es weiter. Daher ist die Frage nach einem Europa ohne Euro eine legitime Frage. Genau mit dieser Frage haben sich schon vor einiger Zeit die Experten der Bank of Amerika beschäftigt.

    Grundsätzlich ist dieses Szenario etwas aus dem Fokus der meisten Experten gerückt. Andere Themen haben zuletzt die Schlagzeilen erobert. Doch eins muss Ihnen als Investor mitten in Europa klar sein: Der Euro als Gemeinschaftswährung wird nicht auf ewig fortbestehen. Dafür sind die Unterschiede innerhalb des Währungssystems einfach zu groß.

    Unter dem Dach des Euro werden hier einige Länder zusammengefasst, die ökonomisch kaum etwas miteinander gemeinsam haben. Genau das prangere ich schon seit etlichen Jahren an, daher ist die Studie der Bank of America mit dem Titel „The day after the Euro“ auch so spannend. Die zentrale Frage der Studie beschäftigt sich damit, wie sich nationale Nachfolgewährungen nach dem Ende des Euro entwickeln würden.

    Deutschlands Währung würde massiv aufwerten…

    Was schon jetzt klar ist: In Europa würde es zu massiven Währungsverschiebungen kommen. Einige Währungen würden aufwerten. Die Masse der Währung würde jedoch im Verhältnis zum aktuellen Euro-Kurs abwerten. Wie kaum anders zu erwarten, liegt Deutschland in der Rangliste der Länder mit Aufwertungen vorne. Hier erhalten die Experten der Bank of America eine Aufwertung von bis zu 15 % für möglich. Auch in Irland wäre eine Aufwertung um rund 2,5% möglich.

    Sehr spannend ist jedoch der Blick auf die zu erwartenden Abwertungen in Europa. Die würden in Italien mit 3 % oder in Portugal mit einem Prozent sogar noch sehr moderat ausfallen. Sehr viel größeres Abwärtspotenzial sehen die Experten der Bank of America beispielsweise in Frankreich mit einem Minus von 5 %. Das größte Abwärtspotenzial erwarten Experten in Griechenland und Spanien mit mindestens 7,5 %.

    … kurzzeitig sind 30% Aufwertung möglich

    Auch das hört sich noch nicht wirklich dramatisch an. Doch eins müssen Sie bedenken: Direkt nach einer Währungsumstellung kann es auch zu kurzzeitigen Übertreibungen an den Märkten kommen. Daher hält die Bank of America eine kurzfristige Aufwertung der neuen deutschen Währung von bis zu 30 % direkt nach der Umstellung für möglich. Das hätte ohne Frage massive Auswirkungen auf die deutsche Konjunktur.

    Nun basiert diese Studie auf einem Szenario für die Eurozone. Vielen Experten mag dieses Szenario aktuell komplett unwahrscheinlich erscheinen. Aber immer dann, wenn die meisten Experten etwas für besonders unwahrscheinlich halten, ist die Gefahr auch groß, dass davon die Masse der Investoren negativ überrascht wird. Insofern sollten Sie sich weiterhin aktiv absichern, denn die Gefahr einer Euro-Krise ist auf jeden Fall noch nicht vom Tisch.

  • 06.04.2018 10:15

    Crash-Gefahr: IfW-Institut warnt vor heftigem Abschwung

    An den Börsen ist in diesen Tagen wieder viel los. Die Kurse schwanken deutlich. Nach den deutlichen Verlusten bis zum Mittwoch, ging es dann wieder klar nach oben. Für mich ist das ein deutliches Zeichen für die immer weiter anwachsende Verunsicherung der Anleger an den Börsen.

    Dabei ist aber auch klar: Selbst das jetzt schon deutlich gesunkene Kursniveau ist noch immer viel zu hoch. Die wirtschaftliche Realität sieht schon anders aus – und wird sich schon bald noch weiter verschlechtern. Das zeigen auch immer mehr Prognosen wichtiger Wirtschaftsforscher.

    So hat jetzt das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) vor einem heftigen Abschwung der Wirtschaft in Deutschland gewarnt. Grund dafür ist, dass das Wirtschaftswachstum in den letzten Jahren höher war als der Zuwachs an Arbeitskräften, dem Kapitalstock und der Produktivität.

    Damit sei das wirtschaftliche Gleichgewicht trotz boomender Wirtschaft gestört und mit der steigenden Überauslastung der Wirtschaft steige die Fallhöhe und die Wahrscheinlichkeit für einen heftigen Abschwung.

    Aktueller Boom nur künstlich angetrieben

    Das sehe ich ähnlich: Der aktuelle Boom ist nur künstlich getrieben und je mehr die Wirtschaft jetzt wächst, umso heftiger wird der folgende Crash werden. Dazu kommt, dass der Großteil des Zuwachses in den letzten Jahren nur durch einen immer größeren Exportüberschuss zustande kam.

    Mit über sieben Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) und über 250 Milliarden Euro jährlich haben wir heute bereits bei Weitem den größten Exportüberschuss weltweit. Selbst der Exportriese China kommt gerade einmal auf nur 2 Prozent Exportüberschuss zum BIP. Damit verbunden ist ein gewaltiges Rückschlagspotenzial, das aus der immer größeren Abhängigkeit von der Weltkonjunktur resultiert. Ein kleiner Einbruch bei der Weltkonjunktur wird gewaltige Folgen für die deutsche Wirtschaft haben.

    Dazu kommt die Gefahr von Handelskriegen, wie sich diese bei dem Streit mit den USA schon andeuten, die wegen der extremen Exportabhängigkeit auch, wenn nicht sogar in erster Linie Deutschland treffen werden.

    Der „Boom“ der letzten Jahre nähert sich immer mehr seinem Ende. Deshalb ist es für Sie auch wichtig, sich dagegen zu wappnen und vor allem bei der Geldanlage auf Sicherheit zu setzen. Das tun Sie, indem Sie sich aktiv absichern.

  • 04.04.2018 14:25

    Eurokrise – Neues aus dem Krisenland Griechenland

    Wenn derzeit in den deutschen Medien etwas über Griechenland geschrieben wird, dann geht es um den Boom im Tourismus. Tenor ist, dass Griechenland auch 2018 eine bei den Deutschen sehr beliebte Reisedestination bleibt. Dem ist auch tatsächlich so.

    Mehr Gäste – weniger Einnahmen

    Jüngst wurden ja die Januar-Zahlen veröffentlicht. Und aus denen geht klar hervor, dass insbesondere deutsche Gäste für einen Boom sorgten. Im Januar wurden gut 62.000 deutsche Gäste in Griechenland gezählt. Das ist gegenüber dem Vorjahresmonat ein stattliches Plus von 22 Prozent.

    Insgesamt stieg die Zahl der internationalen Gäste in Griechenland im Januar um ein Sechstel auf gut 600.000. Nichtsdestotrotz zeigen sich die Griechen trotz des kräftigen Anstiegs alles andere als zufrieden. Denn es wurde gleichzeitig bekannt, dass die Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft im Januar 2018 im Vergleich zum Januar 2017 deutlich rückläufig waren. Und zwar trotz des gewaltigen Anstiegs der Gästezahl!

    Konkret beliefen sich die touristischen Einnahmen im Januar dieses Jahrs auf 153,1 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr waren es noch 157,8 Millionen Euro, die vereinnahmt werden konnten. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Reisenden fielen auf ein neues Rekordtief von 252 Euro. Im Januar 2017 gab jeder Reisende im Schnitt noch 301,2 Euro aus.

    Das ist wahrlich ein gewaltiger Absturz. Setzt sich der Trend in den kommenden Monaten fort, würde das für das krisengeplagte Land bedeuten, dass zwar mehr Gäste kommen. Aber unter dem Strich bleibt rein monetär betrachtet nicht mehr übrig. Im Gegenteil, der Tourismustopf würde per Saldo sogar schrumpfen.

    Generation 200 Euro im Fokus

    Das würde bedeuten, dass es in der für das Krisenland eminent wichtigen Tourismusbranche weniger als im Vorjahr zu verteilen gibt. Das ist umso bitterer, da insbesondere die Beschäftigten in den letzten Krisenjahren harte Lohneinbußen hinnehmen mussten. Zunächst wurde in Griechenland ja von der „Generation 300 Euro“ gesprochen.

    Damit war gemeint, dass allen voran junge Arbeitnehmer trotz Vollzeitbeschäftigung unter dem Strich mit einem monatlichen Hungerlohn von 300 Euro auskommen mussten. Jetzt, im Frühjahr des Jahres 2018, ist schon von der neuen „Generation 200 Euro“ die Rede.

    Ja, liebe Leser, von einem Ende der deflationären Depression in Griechenland kann keine Rede sein. Trotz der boomenden Gästezahlen. Bleibt am Ende nur zu hoffen, dass sich im Jahresverlauf die Touristen etwas spendabler zeigen und zumindest Pro-Kopf in etwa so viel wie im Vorjahr ausgeben werden….

  • 03.04.2018 14:57

    Aktienmärkte im Fokus – Abwärtsdruck hält an

    Vor Ostern ging es teilweise kräftig nach oben mit den Kursen. Doch diese Erholung währte nur kurz. Schon der Ostermontag brachte an der Börse in New York die Ernüchterung zurück. Und das ist für mich auch allzu verständlich, denn trotz des Rücksetzers können gerade an den US-Börsen aktuell keine wirklichen Schnäppchen gemacht werden. Im Gegenteil. So ist zum Beispiel die Facebook-Aktie mit einem KGV von knapp 30 alles andere als günstig.

    Und zwar gerade auch vor dem Hintergrund, dass das regulatorische Umfeld rauer wird und das Geschäftsmodell zunehmend aufgrund des Vertrauensverlustes erodieren könnte. Wie schnell es gerade bei dieser Aktie nach unten gehen kann, haben eben die vergangenen zwei Wochen gezeigt – und der gesamte Schaden aus dem Datenskandal ist noch gar nicht absehbar.

    Trump meldet sich zu Wort

    Mit Blick auf das regulatorische Umfeld wird sicherlich nicht nur Facebook künftig mehr Gegenwind bekommen. An der Stelle sei nur kurz darauf hingewiesen, dass der US-Präsident höchstpersönlich am Gründonnerstag Amazon ins Visier nahm. Auf Twitter holte Trump zu einem öffentlichen Rundumschlag gegen den Internetgiganten aus. Amazon zahle wenig oder gar keine Steuern an Bundesstaaten und Kommunen und benutze das Postsystem als Botenjungen.

    Das verursache enormen Schaden für die USA. Viele Tausend Einzelhändler würden aus dem Geschäft verdrängt, so Trump. In aktuellen Studien wird damit gerechnet, dass allein in den USA 2018 gut 8.000 Einzelhändler schließen werden. Prominentestes Beispiel der jüngsten Vergangenheit ist ja der Untergang der Spielzeugkette Toys R US.

    Teure Amazon-Aktie

    Fakt ist derweil, dass selbst Facebook in Relation zur Amazon-Aktie „günstig“ ist. Das KGV der Amazon-Aktie liegt unter äußerst optimistischen Gewinnannahmen für das Geschäftsjahr 2018 bei knapp 200. Und das vor dem Hintergrund eines härter werdenden Umfelds. Denn nicht nur Trump, sondern auch die EU, werden künftig das Treiben der US-Internetriesen nicht mehr nur „wohlwollend“ begleiten.

    Ja, liebe Leser, in den letzten Jahren waren es allen voran die großen Tech-Aktien aus den USA, die die Märkte nach oben katapultierten. Jetzt zeigt sich aber, dass selbst die Internetgiganten ins Wanken geraten können. Auch hier wachsen die Bäume nicht in den Himmel.

    Im Gegenteil. Sollte die Politik regulatorisch wirklich ernsthaft eingreifen, dann stehen den Aktionären der Tech-Riesen harte Zeiten bevor. Und diese Werte haben zudem das Potenzial den Gesamtmarkt nach unten zu ziehen.

  • 27.03.2018 10:45

    Aktienmarkt im Fokus – Rabenschwarze Handelswoche

    Spätestens seit dem Flash-Crash im Februar dieses Jahrs sind die euphorischen Zeiten an den Aktienmärkten vorbei. Zwar konnten sich die extrem hochkapitalisierten US-Technologieaktien zwischenzeitlich noch einmal aufbäumen. Jetzt entschwindet aber auch aus dieser Blase zunehmend Luft.

    Facebook-Aktie stürzt ab

    Und hier ist es just die Facebook-Aktie, die im Zuge des Datenskandals massive Verluste hinnehmen musste. In der vergangenen Handelswoche betrug das Minus bei dieser einstigen Highflyer-Aktie sage und schreibe 14 Prozent. Das ist schon ein Wort für einen derart hochkapitalisierten Wert. Unter dem Strich entschwanden vom Allzeithoch aus betrachtet aus dieser immer noch extrem teuren Aktie fast 82 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung.

    Kurzum, hier geht es nicht mehr um „peanuts“. Wie schon angedeutet ist die Aktie selbst nach dem Absturz kein Schnäppchen. Im Gegenteil, denn unter dem Strich basiert das Investment, das Geschäftsmodell als solches rein auf dem Vertrauen der Nutzer.

    Das ist zumindest angekratzt. Erschwerend hinzu kommt, dass die regulatorischen Rahmenbedingungen sich als Folge des Skandals global massiv verschärfen werden. Anders formuliert, der Wind hat sich gedreht und wird bis auf weiteres rau bleiben.

    Miserable Handelswoche am Aktienmarkt

    Sicherlich war die Facebook-Aktie das negative Zugpferd an den Weltbörsen. Kein Wunder also, dass der technologielastige Nasdaq100-Index mit einem Wochenminus von sage und schreibe 7,3 Prozent am Freitag aus dem Handel ging. Ein derart großes Minus im Wochenvergleich hat es bei diesem über viele Jahre hinweg erfolgsverwöhnten Index seit dem August 2015 nicht mehr gegeben.

    Auch der viel beachtete S&P 500 gab massiv nach. Und zwar um fast sechs Prozent. Derart scharf ging es seit fast zwei Jahren bei diesem Index nicht mehr nach unten. Und last but not least verlor mit Blick auf den US-Markt der altehrwürdige Dow Jones Index ebenfalls fast sechs Prozent an Wert.

    Deutscher Aktienmarkt unter Druck

    Ja, liebe Leser, selbstverständlich kann sich der deutsche Markt kaum vom Abwärtstrend an der Wall Street entziehen. Im Gegenteil. Der alte Spruch – „Wenn die Wall Street hustet, bekommt der deutsche Markt einen Schnupfen“ – scheint immer noch gültig zu sein. Am Freitag ging der deutsche Leitindex unter 11.900 ins Wochenende.

    Im Wochenvergleich büßte der Index gut vier Prozent ein. Seit dem Beginn des schicksalhaften Jahres 2018 ist das Minus beim deutschen Leitindex damit auf mehr als acht Prozent angewachsen. Zum Vergleich, seit dem ersten Januar 2018 gab der S&P 500 nur gut drei Prozent nach. Der deutsche Markt musste also bis dato deutlich stärker als die US-Märkte Federn lassen.