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23.10.2017

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Aktuelle Artikel
  • 20.10.2017 15:45

    Crash-Indiz: Industrieprognosen losgelöst von jeder Realität

    Ein Zeichen dafür, dass es bald zu einem Crash im Finanzsystem kommen wird, sind immer unrealistischer werdende Jubelmeldungen in den Medien. Eine solche Meldung kam beispielsweise diese Woche vom Bundeswirtschaftsministerium. Darin wurde behauptet, dass die deutsche Industrie ihre Produktion im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,2 Prozent gesteigert hätte. Ökonomen hätten nur 0,7 Prozent Zuwachs erwartet und die Aussichten seien dermaßen glänzend, dass die Produktion noch weiter gesteigert werden könne.

    Allein die Autoindustrie hätte als Spitzenreiter die Produktion sogar um fast 11 Prozent erhöht. Angesichts der größten Krise in der Automobilindustrie durch die gefälschten Abgaswerte und der völlig unsicheren Zukunft für Diesel-Autos und Verbrennungsmotoren insgesamt, erscheinen solche Meldungen mehr als unglaubhaft.

    Noch unrealistischer wird es, wenn Renault diese Woche ankündigt, bis zum Jahr 2022 mit dann über 5 Millionen PKWs nochmals 40 Prozent mehr Autos abzusetzen als heute. Schon im Frühjahr 2017 hatte Daimler-Chef Zetsche angekündigt, dass bis zum Jahr 2025 weltweit statt heute 84 Millionen über 100 Millionen Autos pro Jahr produziert werden würden. Ob überhaupt der Platz für so viele Autos, oder der Bedarf bzw. das Geld dafür da ist, wird bei solchen Jubelmeldungen offensichtlich gar nicht mehr hinterfragt.

    Mir drängt sich dabei ein Vergleich mit der Endphase der DDR auf. Auch damals wurde ein Produktionsrekord nach dem anderen vermeldet und glänzende Zukunftsaussichten an die Wand gemalt. Nur wenige Wochen später war die DDR samt ihrer angeblich glänzenden Produktionsentwicklung Geschichte.

    Kurz vor dem Crash erleben wir die größte Euphorie

    Kennzeichen eines Crashs ist, dass es kurz zuvor noch euphorische Meldungen gibt – genauso wie eine Kerze, bevor sie erlischt noch einmal hell aufleuchtet, oder ein Baum, bevor er abstirbt, nochmals eine große Blütenpracht zeigt. Für mich jedenfalls sind solche unrealistischen euphorischen Meldungen ein weiteres Indiz dafür, dass es mit diesem durch und durch instabilen System schon bald nicht mehr weitergehen und es völlig anders kommen wird, als uns Politik und Wirtschaft einreden wollen.

    Für Sie heißt das, dass Sie sich gerade jetzt nicht von den blumigen Versprechen aus der Politik beeinflussen lassen sollten. Sichern Sie gerade jetzt Ihr Vermögen aktiv ab und investieren Sie vor allem in wirkliche Werte wie beispielsweise Edelmetalle.

  • 18.10.2017 17:29

    Die Welt versinkt in einem Meer voller Schulden

    Im Jahr 2007, vor zehn Jahren also, war die extrem hohe Verschuldung der privaten Haushalte in den USA mit ein Grund für die Finanzkrise, die die Welt in den Jahren 2008 und 2009 in Atem hielt. Erinnern Sie sich noch? Damals brach selbst im wachstumsverwöhnten Deutschland im Jahr 2009 das BIP um sage und schreibe fünf Prozent ein. Das hat es im Nachkriegs-Deutschland so noch nicht gegeben.

    Wie hat sich die Verschuldung entwickelt?

    Jetzt im Jahr 2017 wagte der IWF im Rahmen der Herbsttagung in New York wieder einmal einen Blick auf die aktuellen Schulden-Fakten. Vorab und kurz gesagt: der IWF konnte keine Entwarnung geben. Im Gegenteil, die Lage ist bei weitem bedrohlicher und gefährlicher als vor zehn Jahren.

    Wagen wir an der Stelle einen kleinen Faktencheck. Fakt ist, dass die globale Verschuldung in den letzten zehn Jahren weiter senkrecht nach oben schnellte. In den wirtschaftlich wichtigsten Ländern, die in der sogenannten G-20-Gruppe vertreten sind, beläuft sich die gesamte Bruttoverschuldung aktuell gemäss Daten des IWF auf 135.000 Milliarden Dollar.  Ja, sie lesen richtig, es sind 135 Billionen Dollar. Wahnsinn pur.

    55 Billionen Dollar neue Schulden

    Am Vorabend der Finanzkrise, also vor zehn Jahren, lag der Brutto-Schuldenstand bei „nur“ 80.000 Milliarden Dollar. Allein in den USA und in Europa sind jeweils 12.000 Milliarden Dollar neue Schulden gemacht worden. Den Schuldenvogel schießt aber das immer mächtiger werdende Reich der Mitte ab. Die Chinesen nahmen in den letzten zehn Jahren einen Riesen-Schluck aus der Schuldenpulle. 24.000 Milliarden Dollar neue Schulden in zehn Jahren sprechen für sich.

    In den meisten Staaten ging es sowohl mit der Verschuldung der Länder wie auch der Haushalte und der Unternehmen nach oben. Extrem auffällig ist ferner, dass die Verschuldung – wie schon in der Vergangenheit – deutlich stärker zunahm als das nominale Bruttoinlandprodukt (BIP). Die Bruttoverschuldung der G-20-Länder beläuft sich aktuell auf 235 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung dieser Länder.

    Ja, liebe Leser, machen wir uns nichts vor. Das Schuldenproblem ist bei weitem größer und gefährlicher als vor zehn Jahren. Und damit ist auch das Potential nach unten, die Fallhöhe größer geworden. Allzu viele Jahre werden sicherlich nicht mehr ins Land gehen, bis diese ultimative Mega-Schuldenblase platzen wird. Bleiben Sie bis auf weiteres angeschnallt!

  • 17.10.2017 15:23

    Scheidender Bundesfinanzminister warnt vor neuer Finanzkrise

    Erinnern Sie sich noch daran?

    Vor der Bundestagswahl sagte der scheidende Kassenwart des Bundes im Wahlkampf, dass das aktuelle Zinsniveau für die Euro-Staaten in Südeuropa nötig sei.

    Er merkte insofern ausdrücklich an, dass er die Geldpolitik der EZB nicht kritisiert.

    Abschieds-Interview in der Financial Times

    Höchst beachtlich ist aber, was Herr Dr. Schäuble nun im Oktober in seinem letzten Interview als Bundesfinanzminister mit der Financial Times zu sagen hatte.

    Interessant ist in dem Kontext auch, dass das Interview in der deutschen Medienwelt fast überhaupt keine Beachtung fand.

    Alles in allem ist hier zu konstatieren, dass sich Herr Schäuble mit Blick auf die aktuelle Lage sehr besorgt zeigte.

    Er ging sogar so weit, dass er eine explizite Warnung aussprach. Konkret warnt Schäuble vor einer neuen, globalen Finanzkrise.

    Zentralbanken pumpen Billionen ins System

    Konkret merkte der Minister im Interview an, dass die Zentralbanken weltweit Billionen an Dollars in das Finanz-System gepumpt hätten.

    Folglich bestehe die große Gefahr, dass sich deshalb neue Blasen bilden werden.

    Richtig ist, dass die sogenannten „Währungshüter“ seit der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2008 mehr als 14.000 Mrd. Dollar mit sogenannten „Quantitative-Easing-Programmen“ ins Finanz-System geschleust haben.

    Gleichzeitig sind die Zinsen weltweit auf ein extrem tiefes Niveau, das es in der Geschichte der Zivilisation so noch nie gab, abgesenkt worden.

    Dieser Exzess führt dazu, dass selbst konkursreife Städte wie Offenbach am Main sich mit negativen Zinsen refinanzieren können.

    Ja, die Stadt Offenbach macht „Gewinn“ mit der Aufnahme von Kassen-Krediten – kein Wunder, dass Herr Schäuble wirklich besorgt ist.

    So sagter er in dem Interview:

    „Ökonomen auf der ganzen Welt sind besorgt über die erhöhten Risiken aus der Akkumulation von mehr und mehr Liquidität und das Wachstum der öffentlichen und privaten Schulden. Ich selbst bin auch besorgt darüber.“

    Euro-Zone nicht über dem Berg

    Ferner zeigte sich Schäuble besorgt wegen akuter Gefahren für die Stabilität der Euro-Zone. Diese hätten ihren Ursprung in den faulen Krediten, insbesondere in den südeuropäischen Ländern.

    Folglich setzt sich der scheidende Bundesfinanzminister auch für die Fortführung der Austeritäts-Politik in Südeuropa ein.

    Wörtlich merkte er an, dass das Wort Austerität nichts anderes als der angelsächsische Ausdruck für eine „solide Finanz-Politik“ sei.

    Ja, liebe Leser, zum Abschied als Finanzminister zeigt sich Herr Schäuble sehr besorgt – zweifelsohne, die Sorge ist vollumfänglich berechtigt.

    Daher ist es schon extrem verwunderlich, dass das Treiben an den Aktienmärkten mit Blick auf die Volaltilität aktuell von einer historischen Sorglosigkeit geprägt ist – noch…

  • 16.10.2017 14:24

    Völlig übertriebener Optimismus ist eine große Gefahr

    Der Optimismus an den Finanzmärkten ist fast mit Händen zu greifen. Fast täglich erreichen die Indizes rund um den Globus neue Rekordstände. Das gilt sowohl für die etablierten Aktienmärkte wie die USA oder auch bei uns in Deutschland. Das gilt auch für andere Regionen der Welt. Ja man könnte fast sagen, der Optimismus kennt keine Grenzen.

    Das stützen auch erst einmal Zahlen aus den Vereinigten Staaten wo es um die Einschätzung der aktuellen Stimmungslage ging. Hier haben die US-Verbraucher zuletzt eine so gute Stimmung vermeldet wie seit 2004 nicht mehr. Zusätzlich sind die US-Investoren so zuversichtlich wie noch nie, dass die Steigerungen am Aktienmarkt in den kommenden 12 Monaten weiter anhalten werden.

    Solche Umfragen mögen für viele Experten weitere Indikatoren dafür sein, dass es schlicht und einfach weiter nach oben gegangen wird. Doch ich sehe solche Ergebnisse immer als Warnsignal an. Das liegt schlicht und einfach daran, dass ein grenzenloser Optimismus zumeist dann auch vorherrscht, wenn der massive Absturz kurz bevorsteht.

    Bewertung der Finanzmärkte ist viel zu hoch

    Und genau über die vielen Warnsignale die derzeit ebenfalls bestehen, habe ich an dieser Stelle in den vergangenen Monaten oft berichtet. Hierbei beziehe ich mich meistens auf die Bewertung der Aktienmärkte, die meiner Einschätzung nach komplett aus dem Ruder gelaufen ist. Doch das wird von vielen Aktienmarktexperten nicht gesehen. Hier werden gutgläubige Aktienkäufer weiterhin mit optimistischen Prognosen versorgt, damit Spekulationsblasen weitergetrieben werden können.

    Dabei muss Ihnen eins dabei klar sein: Wir befinden uns jetzt in der abschließenden Phase der größten Schuldenblase der Menschheitsgeschichte. Ein solches Experiment hat es noch nicht gegeben und der Ausgang ist offen. Dabei verdichten sich die Zeichen, dass die Krise schon bald bevorsteht.

    Wichtig für Sie ist dabei eine Tatsache: Das exakte Datum der kommenden Krise ist gar nicht so entscheidend. Ob es nun 2018, 2019 oder später zur nächsten großen Finanzkrise kommt, spielt eben nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig für Sie ist es sich schon jetzt aktiv gegen kommende Krise zu wappnen. Denn die kommt auf jeden Fall. Die Voraussetzungen für das Aufkommen einer neuen Finanzkrise sind so massiv, dass der Ausbruch an sich gar nicht mehr verhindert werden kann. Genau diese Hintergedanken sollen sie haben, wenn es bei ihnen um den aktiven Vermögens Schutz geht.

  • 15.10.2017 09:00

    Bankgeheimnis: Darum ist es nicht länger sicher

    Seit Ende Juni 2017 ist das neue „Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz“ in Kraft.

    Darin ist festgelegt, dass die Finanzbehörden auf alle Konten jederzeit Zugriff haben und diese auch ohne jeden Verdacht oder Anlass überwachen dürfen.

    Dazu können nicht nur der Kontostand, sondern auch alle Geldbewegungen kontrolliert werden.

    Im Gegensatz zu früher, müssen die Finanzbehörden jetzt nicht mehr dem Steuerzahler die Gelegenheit geben, strittige Fragen aufzuklären, bevor sie das Konto überwachen.

    Vielmehr ist jetzt die generelle Kontoüberwachung erlaubt und das Bankgeheimnis wird schlicht und einfach ausgehebelt.

    Terrorbekämpfung als Vorwand zur Überwachung

    Als Vorwand für dieses Gesetz dient wieder einmal der angebliche Kampf gegen den Terror und die Geldwäsche.

    So wie ich es sehe, schafft sich der Staat mit diesen Maßnahmen die Möglichkeit, das Vermögen von jedem Einzelnen jederzeit genau zu überwachen.

    Im nächsten Finanzcrash werden gewaltige Gelder zur Bekämpfung der Krise benötigt.

    Da sind dann nicht nur die Kosten für das Auffangen sogenannter systemrelevanter Banken, die in Schieflage kommen, sondern auch die Lasten zur Rettung des Euros vom Steuerzahler zu tragen.

    Anders als in der Finanzkrise von 2008 wird diesmal nicht mehr der Staat die Krise aus dem Steuersäckel bekämpfen, sondern das Vermögen der Bürger wird dazu direkt herangezogen.

    Kontenüberwachung, um in einer Krise die privaten Konten zu belasten

    Meiner Ansicht nach dient die ab sofort ohne Einschränkungen mögliche Kontenüberwachung nur dazu, hier schon im Vorfeld durch konkrete Vermögenserfassung die Voraussetzungen zu schaffen, um dann in einer Krise Gelder direkt von den Konten der Bürger abzubuchen.

    Das sind keine Schauermärchen, sondern das wurde alles schon praktiziert.

    Als Italien im Jahr 1992 – nachdem der Euro-Vorgänger ECU gescheitert war – aus dem Währungsverbund ausscheiden musste, zog die italienische Regierung über Nacht unangekündigt von allen Girokonten bei italienischen Banken 6 Promille des aktuellen Kontostands ein.

    Deshalb ist es ratsam, Ihr Vermögen vor dem Zugriff des Staates zu schützen.

    Das tun Sie, indem Sie einen Teil davon in Edelmetalle investieren, die Sie ausschließlich in physischer Form und anonym kaufen.

    Das ist nach wie vor bis zu einem Betrag von unter 10.000 Euro in den Niederlassungen der großen Edelmetallhändler wie Degussa und pro aurum möglich.

    Auch Ihre Fremdwährungen sollten Sie zu einem Drittel in bar halten und sich auch einen Bargeldvorrat in Euro anlegen, mit dem Sie mindestens zwei Monate lang Ihren derzeitigen Lebensstandard finanzieren können.

  • 13.10.2017 10:13

    Ex-Chefökonom der BIZ warnt vor platzender Mega-Blase

    Die Aktienmärkte – allen voran in den USA – kennen derzeit nur noch eine Richtung: und zwar nach oben.

    Auffällig ist, dass darüber hinaus auch noch die Schwankungs-Intensität, die Volatilität, im historischen Vergleich extrem gering ist.

    Sorglosigkeit und Euphorie herrschen vor; immer höhere Kursziele werden ausgerufen.

    Die ersten Super-Bullen sehen den Dow Jones bis zum Jahresende schon bei sage und schreibe 25.000!

    Und mit Blick auf den deutschen Leitindex wird von den Optimisten immer häufiger die 20.000-Punkte-Marke als mittel- bis langfristiges Kursziel genannt.

    Ex-BIZ-Chefvolkswirt warnt

    Und bei dieser Stimmungslage wagt sich der Kanadier William White, ehemals Chefökonom der mächtigen Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), in einem Interview mit erstaunlichen Aussagen in die Öffentlichkeit:

    White warnt vor einer Krise, die gefährlicher als die Finanzkrise von 2008 sei. Tenor seiner Aussage ist, dass im aktuellen Umfeld die Zentralbanken die Probleme nicht mehr lösen könnten.

    Die aktuelle Lage sei White zufolge bedrohlicher als 2007. Sie ähnele Herrn White zufolge gleichzeitig auch sehr dem Jahr 2008.

    Gigantische Blase

    Damals wurde ja aus der US-Immobilienkrise eine handfeste Weltfinanzkrise. Jetzt befinde laut White allerdings mehr als nur ein Markt in einer Blase:

    Anleihen, Aktien, Immobilien – fast alle Anlageklassen befinden sich in einer Übertreibung. Normalerweise sei schon eine Übertreibung in nur einer Anlageklasse Grund zur Sorge.

    Und nun befänden wir uns in einer Mega-Blase. Und diese Super-Blase limitiere auch die weitere Handlungsfähigkeit der Zentralbanken.

    Die Notenbanken könnten dieses Liquiditäts-Problem nicht mehr lösen.

    Es gehe letztlich um die Frage, wie mit der Restrukturierung von Schulden, ja mit Insolvenzen umzugehen sei. Das sei aber nicht die Aufgabe und Kompetenz der Notenbanken.

    Politik in der Pflicht

    Und damit ist laut White der große Schulden-Ball wieder in den Händen der politischen Entscheidungsträger.

    Es sei letztlich Aufgabe und Kernkompetenz der Politik zu entscheiden, wie regulatorisch mit  der Restrukturierung umzugehen sei.

    Anders formuliert: Die Politik kommt am Ende des Tages nicht um Schuldenschnitte bzw. Banken-Rettungen herum.

    Ja, liebe Leser, Herr White wagt es als einer der ganz Wenigen Wasser in den Euphorie-Wein zu gießen.

    Es wäre mehr als nur fahrlässig die weisen Worte des ehemaligen Chefvolkswirts der mächtigsten Bank der Welt zu ignorieren.

    Wir sollten alle sehr besorgt sein und hoffen, dass die Politiker in der kommenden Mega-Krise halbwegs weise Entscheidungen treffen werden.

  • 11.10.2017 17:09

    Schweizer Franken: Wichtige Fluchtwährung für die Krise

    Bei der Betrachtung der Devisenmärkte schauen die meisten Investoren nur auf den Euro oder den US-Dollar.

    Das halte ich für einen Fehler. Denn beide Währungen leiden unter massiven Problemen.

    Schweizer Franken statt Euro und US-Dollar

    Schon seit etlichen Jahren propagiere ich auch den Einsatz von Fremdwährungen, die eben außerhalb dieser beiden gängigen Währungen liegen.

    Insofern ist es immer wieder wichtig zu schauen, was denn beispielsweise der Schweizer Franken macht.

    Zuletzt hatte dieser im Verhältnis zum Euro etwas an Wert verloren.

    Aber dennoch greift die Notenbank derzeit wieder aktiv am Markt ein, um den Wechselkurs positiv zu beeinflussen.

    Es ist auch gut möglich, dass die Währungshüter unserer südlichen Nachbarn wieder eine feste Obergrenze beim Wechselkurs einführen. Das hat es schon häufiger gegeben.

    Obergrenze beim Franken war nicht zu halten – Das gilt auch für die Zukunft

    Die Entscheidung darüber liegt bei der Schweizer Notenbank. Bekanntlich legte die Schweizer Nationalbank 2012 eine Kurs-Obergrenze zum Euro von 1,20 Franken pro Euro ein.

    Hintergrund damals war die massive Aufwertung des Schweizer Frankens und die daraus erwachsenden zunehmenden Export-Schwierigkeiten der Schweizer Wirtschaft.

    Doch schon damals prognostizierte ich, dass diese Obergrenze nicht halten wird, und empfahl weiterhin in den Schweizer Franken zu investieren.

    Angang 2015 kam es dann überraschend zur Aufgabe dieser willkürlichen Beschränkung der Kurs-Entwicklung zwischen Franken und Euro.

    Die Folge davon war eine nahezu explosionsartige Aufwertung des Schweizer Frankens um etwa 20%.

    Fazit

    Daran erkennen Sie, dass es vollkommen gleichgültig ist, was die Schweizer Notenbank macht.

    Eine große Fluchtbewegung von Kapital aus dem Euro in den Schweizer Franken kann sie nicht dauerhaft unterbinden.

    Hieran sehen Sie aber auch ganz klar, wie wichtig es ist, als Investor auch andere Währungen als den Euro oder den Dollar auf dem Radar zu haben.

    Der Währungs-Sprung 2015 verdeutlicht auch, wie groß die Sprünge auch in diesem Segment sein können.

    Insofern sind Fremdwährungen erst einmal eine Absicherung, aber Sie bieten Ihnen auch Rendite-Chancen, wenn Sie frühzeitig mit dabei sind.

    Auch das sollte Ihnen klar sein.

  • 11.10.2017 09:00

    OECD: Warum ein zu niedriges Lohnniveau gefährlich ist

    Das verglichen mit der Produktivität zu niedrige Lohnniveau in Deutschland hat jetzt die Organisation für ökonomische Zusammenarbeit (OECD) in einer Studie angemahnt.

    Darin wird betont, dass das Lohnwachstum in Deutschland weiter verhalten ist und eine hohe Zahl älterer Arbeitnehmer und Zweitverdiener zunehmend gering entlohnte Stellen annehmen müssen.

    Geringe Löhne und der Wegfall von Urlaubsgeld

    Ähnliches ergibt auch eine Untersuchung des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), einer Einrichtung der Hans Böckler Stiftung.

    Danach bekommt nicht einmal mehr die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland Urlaubsgeld.

    Während früher das Urlaubsgeld ein wesentlicher Bestandteil der Lohn- und Gehaltszahlung war, ist es inzwischen in immer mehr Branchen komplett gestrichen worden, was reale Einkommenseinbußen bedeutet.

    Der Aufschwung in Deutschland kommt nicht überall an

    Daran sehen Sie, dass das Gerede von einem breiten „Aufschwung“ in Deutschland nur noch einer Minderheit zugutekommt.

    Während die Stundenlöhne auch nur leicht stiegen, sind andere Leistungen wie Urlaubs- oder auch das Weihnachtsgeld zunehmend komplett entfallen.

    In der Summe führte das dazu, dass seit den 1990er Jahren die Reallöhne – also die Löhne nach Abzug der Inflationsrate – in Deutschland praktisch gar nicht mehr gestiegen sind und erst jetzt wieder etwas zunehmen.

    Das belegt, dass wir heute eben keinen richtigen Aufschwung haben.

    Ein wirklicher Aufschwung würde vor allem die Löhne und Gehälter kräftig steigen lassen und damit der breiten Masse ermöglichen, mehr zu konsumieren, was dann die Wirtschaft ankurbeln würde.

    Da dies nicht der Fall ist, steht dieser Aufschwung auf sehr tönernen Füßen. Er beruht nämlich überwiegend auf einer Ausweitung der Exporte.

    Aufschwung auf der Grundlage von Exporten ist gefährlich

    Mangels einer ausgeprägten Massenkaufkraft wird die derzeitige Wirtschaftsbelebung sehr schnell wieder zusammenbrechen, sobald die sie tragenden Impulse aus dem Exportbereich nachlassen oder ganz entfallen.

    Genau das wird dann auch an der Aktienbörse zu einer massiven Korrektur der völlig überzogenen Aktienkurse führen.

    Das heißt für Sie, dass selbst wenn es keinen direkten externen Schock gibt, dieser Aufschwung sich mangels Massenkaufkraft selbst wieder abwürgt.

    Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihren Anteil an Aktien mit nur 25 Prozent begrenzt halten und vor allem auf keinen Fall in zyklische Papiere wie die der Automobilindustrie, der Chemischen Industrie oder der Banken investieren sollten.

  • 10.10.2017 15:50

    Alarm-Signal: Überraschender Rückgang bei den Baugenehmigungen

    „Der deutschen Wirtschaft geht es so gut wie nie, der Super-Boom wird noch viele Jahre anhalten.“

    So oder so ähnlich wird beinahe täglich über das deutsche Wirtschaftswunder 2.0 geschrieben.

    Und dann ist da ja auch noch der unheimliche Boom am deutschen Immobilienmarkt, der besonders in Boom-Regionen wie München immer extremere Ausmaße annimmt.

    Angesichts eines Zinsniveaus, das im historischen Vergleich nach wie vor auf einem Rekordtief verharrt, müsste es am Bau brummen wie nie.

    Selbst die politisch Verantwortlichen räumen ja ein, dass 400.000 Wohnungen pro Jahr – insbesondere in den Ballungsräumen – genehmigt und gebaut werden müssten.

    Zahl der Baugenehmigungen sinkt

    Kurz vor der deutschen Bundestagswahl vermeldeten die Statisiker des Bundesamts zu Wiesbaden:

    Mit Blick auf die Baugenehmigungen von Wohnungen sah es in den ersten 7 Monaten des Jahres 2017 alles andere als gut aus – und zwar trotz der scheinbar traumhaften Rahmenbedingungen mit faktisch abgeschafften Zinsen.

    Also, von Januar bis Juli 2017 wurden in Deutschland 6,6% oder rund 14.200 weniger Baugenehmigungen von Wohnungen erteilt als in den ersten 7 Monaten 2016.

    Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, wurde von Januar bis Juli 2017 der Bau von insgesamt 199.400 Wohnungen genehmigt.

    Im 3-Monats-Vergleich nahm die Zahl der genehmigten Wohnungen von Mai bis Juli 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahres-Zeitraum um 3,8% ab.

    Blick auf die Details zeigt die Entwicklung

    Interessant ist auch der Blick auf die Details:

    Die Zahl der Baugenehmigungen von Neubauwohnungen in Wohngebäuden hat in den ersten 7 Monaten 2017 gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum um 3,9% bzw. 6.900 Wohnungen abgenommen.

    Die Baugenehmigungen von Wohnungen in Einfamilienhäusern (–7,7% bzw. –4.500 Wohnungen) und in 2-Familien-Häusern (–1,0% bzw. –100 Wohnungen) tendierten auch nach unten.

    Und die genehmigten Wohnungen in Wohnheimen gingen mit fast 30% besonders drastisch zurück. Zu dieser Kategorie zählen u. a. Flüchtlings-Unterkünfte.

    Bauboom? – Von wegen!

    Ja, liebe Leser, mit Blick auf die genehmigten Wohnungen in deutschen Landen kann von einem kommenden Bau-Boom nicht mehr gesprochen werden – im Gegenteil:

    Es ist schon ein Alarmzeichen, wenn trotz abgeschaffter Zinsen und angeblich prosperierender Wirtschaft die Zahl der Baugenehmigungen stark rückläufig ist.

    Lassen Sie sich bloß nicht vom vorherrschenden Boom-Gerede zu überteuerten Immobilien-Investments, v. a. in den hoffnungslos überteuerten Boom-Regionen Deutschlands, verführen – denn das kann teuer werden!

  • 09.10.2017 13:56

    Aktien-Crash droht bei höchster Bewertung seit Weltwirtschaftskrise

    Der im Jahr 2013 mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Ökonom Robert Shiller hat ganz deutlich vor einer drastischen Überbewertung der Aktienmärkte gewarnt.

    Nobelpreisträger Robert Shiller warnt eindringlich

    Nach seinen Untersuchungen zum zyklenbereinigten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) sind heute die meisten Aktienwerte extrem hoch bewertet.

    Damit sind sie auf einem Niveau angelangt, wie es – relativ betrachtet – kurz vor Ausbruch der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er-Jahre in den USA anzutreffen war.

    Das niedrige Zinsniveau reicht seiner Ansicht nach nicht aus, um diese extreme Überbewertung der Aktien zu erklären.

    Shiller sagt, dass nur noch die sehr fragile Marktpsychologie die Kurse vor einem Crash wie 1929 bewahrt.

    Wie lange dieser Zustand noch aufrechterhalten werden kann, ist allerdings offen.

    Aktienindizes bilden Wirtschafts-Wachstum nicht mehr adäquat ab

    Das deckt sich auch mit meinen Untersuchungen:

    Bis in die 1980er-Jahre bildeten die Aktien-Indizes wie der S&P500-Index das Wirtschafts-Wachstum in den USA ab und zeigten damit eine stabile Entwicklung an.

    Doch seit dieser Zeit geht die Schere zwischen der Steigerung der Aktienkurse und dem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) immer weiter auseinander:

    Während das BIP in den USA letztes Jahr nur um 1,6% nach oben ging, stieg der S&P500 gleich um mehr als 17% an.

    Börsen wachsen schneller als die Wirtschaft – Die Basis für den Crash

    Und diese Tendenz haben wir bereits seit den 1990er-Jahren.

    Damit gibt es also schon lange keine fundamentale Rechtfertigung mehr für die von einem Rekordhoch zum nächsten jagenden Börsen. Es handelt sich hierbei eindeutig um eine Blase.

    Und sobald ein unvorhergesehenes Ereignis die Marktpsychologie bzw. den Glauben an ewig weitersteigende Märkte erschüttert, wird es ganz massiv nach unten gehen.

    In der Weltwirtschaftskrise verloren die Aktienmärkte vom Höchststand bis zum Tiefststand immerhin um über 90% an Wert.

    Für Sie heißt das, dass Sie sich bei Aktien auf jeden Fall zurückhalten und nicht auf die Massen-Psychologie hereinfallen sollten.

    Die Masse der Aktien ist schlicht und einfach völlig überbewertet, denn die Kurse können gar nicht mehr durch die Gewinne der Unternehmen gerechtfertigt werden.

    In solchen Phasen, wenn zudem die meisten Indizes noch auf Rekordständen notieren, wächst die Gefahr für eine massive Korrektur ständig an.

    Mit jedem Tag, an dem Rekordkurse erreicht werden, wird ein klarer Absturz an den Börsen immer wahrscheinlicher.

    Das hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt: Große Einbrüche folgten oft auf Phasen mit sehr großer Euphorie.